SC Janus besucht junge Philosoph*innen am GBG
Im EF-Kurs Philosophie wollten wir philosophische Fragen entwickeln und folgten dem sokratischen Modell: Wir stolperten über den Alltag. In diesem Fall war dies ein Boxkampf der Frauen, bei dem im Nachhinein gestritten wurde, ob die eine Kontrahentin nicht doch ein Mann sei. Dieser Fall führte uns zunächst zur Frage, wann denn ein Mensch als Mann oder Frau zu gelten habe. Dabei zeigte sich, dass hier sowohl auf medizinischer oder biologischer Ebene als auch auf sozialer Ebene eine endgültige Antwort zunächst ausbleibt. Es zeigte sich weiter als nicht unerheblich, zu welchem sozialen Geschlecht ein Mensch zählt oder gezählt werden möchte. Olympia wäre dann ein System, das eben nach den besonderen Fällen sucht. So kamen wir auf die Fragen, wer denn bestimmen darf, zu welcher Gruppe ein Mensch gehöre.
Der aktuelle Gesetzestext sieht die Freiheit zur Entfaltung des Individuums als höchstes Gut und hat daher die Entscheidung, zu welchem sozialen Geschlecht jeder gehören mag, in die Hand des Individuums gelegt. Dies war für uns am GBG zunächst fremd und schwer zu verstehen und genau für dieses Verständnis haben uns Maria und Max vom SC Janus, dem größten und ältesten queeren Breitensportverein Europas, sehr geholfen. Wir möchten uns dafür bedanken und auch alle anderen zum Nachdenken anregen.