Beiträge

Lesung von Astrid Frank in der Bibliothek

Gegen Ende des Schuljahres gab es eine Lesung der Autorin Astrid Frank, die das Buch „Die letzten Ninjas“ geschrieben hat, in der Bibliothek des GBG.

Es wurden einige Stellen aus dem Buch vorgelesen, die uns einen kleinen Einblick ins Buch gegeben haben. Erstaunlich ist, dass das Buch aus der Perspektive der Hauptfigur geschrieben ist. Deshalb fühlt es sich so an, als würde die Person mit dir selbst sprechen. Außerdem wurden in der Lesung auch viele Sachen erklärt, z.B. das Schubladendenken. In der Geschichte wird ein großer Hund als Mücke bezeichnet und ein kleiner Hund als Tarzan. Daneben wurde auch die Situation eines Blinden beschrieben. Oder wenn eine Person ruhig und lieb aussieht, heißt es nicht, dass sie es ist. Es wurden bei der Lesung auch viele Fragen gestellt, z.B. wie ein Buch produziert wird. Darauf antwortete die Autorin, dass sie mit einem Verlag zusammenarbeitet, der die Bücher produziert.

Insgesamt war das ein schöner Blick in die Welt einer Autorin, bei dem wir viele Fragen geklärt haben.

(Hoa-Lien Lý, 5a)

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Känguru-Sieger 2023

Beim diesjährigen Känguru-Wettbewerb haben sich insgesamt rund 400 Schüler:innen des GBG an den mal mehr, mal weniger knobeligen Aufgaben versucht. Der Lohn dafür war eine Urkunde und ein Puzzlespiel für alle Teilnehmer:innen.

Einige besonders helle Köpfe haben sogar so viele Punkte erreicht, dass sie besondere Preise gewonnen haben. Hier die Gewinner:innen:

Stufe 5

1. Platz:

  • 5e Margaretha
  • 5a Johannes
  • 5b Luzie

2. Platz

  • 5b Deborah Charlotta
  • 5b Levi

3. Platz

  • 5f Aebin
  • 5a Lia
  • 5b Mariam
Klasse 6

1. Preis

  • 6a Luke

2.Preis

  • 6b Max

3.Preis

  • 6a Jakob
  • 6b Marie
  • 6a Anton
  • 6f Constantin
  • 6f Noah
Stufe 9

3. Preis

  • 9a Timon
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Die Theaterproduktion ComicOn als Gastschauspiel am Georg-Büchner-Gymnasium

Am 09. Juni 23 war zum wiederholten Male die Theatergruppe ComicOn aus Köln zu Gast in Weiden und präsentierte ihre mitreißenden Stücke r@usgemobbt 2.0 und UpDate für die Sechstklässler*innen und Achtklässer*innen unserer Schule. Die Stücke beschäftigen sich mit den Themen Cybermobbing und Sexting und leisten damit einen wertvollen Beitrag im Rahmen der Medienprävention durch die Fachschaft Pädagogik.

„Ich finde es gut, dass wir das Theaterstück r@usgemobbt 2.0 gesehen haben, weil das Thema Mobbing wichtig ist und ich finde es auch gut, darüber zu reden.“
„… da es wichtig ist, dass jeder weiß, was man tun muss, wenn man in dieser Situation ist.“
„…, weil durch das schlimme Ende die Folgen von Mobbing bewusst werden. Zwar passiert sowas selten, aber dennoch passiert es, zum Beispiel hat sich ein 18-jähriger Junge aus der Schule meiner Freundin umgebracht.“
„So etwas darf an unserer Schule nie passieren!“

Das waren Äußerungen einiger Sechstklässler*innen des Georg-Büchner-Gymnasiums als Reaktion auf das Theaterstück r@usgemobbt 2.0. Darin möchte sich der 16-jährige Jess nach einem Schulwechsel eigentlich aus allem raushalten, zumal er bestens virtuell vernetzt ist. Dabei gerät er aber zwischen die Fronten des It-Girl Vanessa und der Außenseiterin Chris, die seine Vorliebe für Videospiele teilt. Die Situation droht zu eskalieren, als sich Jess für eine Seite entscheiden muss…
Das Stück UpDATE, welches die 8. Klassen erleben durften, handelt von der Weitergabe intimer Fotos, der Frage nach der Schuld eines Täters und „victimblaming“, Mittäterschaft und die Frage nach der Strafbarkeit.

Eben noch als Jess, Vanessa oder Elena in der Rolle der Jugendlichen auf der Bühne, traten die pädagogisch versierten Darsteller nach dem Stück in eine anregende Auseinandersetzung und Reflexion mit dem Publikum. Dieser wichtige Teil der Präsentation dient vor allem auch der Prävention.
Immer wieder stellten die Darsteller Fragen und baten um Meldung, ob die Kinder und Jugendlichen ein derartiges Szenario wie das auf der Bühne für realistisch halten, ob sie selber derartiges schon einmal erlebt haben, oder es bei anderen mitbekommen haben, warum Vanessa gemobbt hat, ob sie sich strafbar gemacht hat usw. Ebenso stellten die Schauspieler*innen von ComicOn klar, dass nicht nur die Weitergabe, sondern auch der Besitz von intimen Bildern von Kinder und Jugendlichen, von Bildern mit rechtsextremen Inhalten etc. – schnell mal automatisch von WhatsApp auf das eigene Handy heruntergeladen – strafbar ist. Sie machten deutlich, dass man nicht alle mögen müsse, aber dass eine Sache für uns alle wichtig sei, wenn wir miteinander auskommen und eine schöne Atmosphäre an der Schule haben wollten: RESPEKT.

Gudrun Friese und Katrin Abels (für die Fachschaft Pädagogik)

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Klimadetektive am GBG – Wodurch stoßen wir besonders viel CO2 aus?

GBG erhält Zertifikat als „KlimaDatenSchule“

Die Klassen 8e und 9a haben im vergangenen Schulhalbjahr mit herausragendem Engagement am Programm „KlimaDatenSchule – Daten nutzen – Klima schützen“ teilgenommen und mit der Umsetzung einer Klimaschutzaktion einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz im Sinne der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen geleistet.

Zentrale Fragestellung des Projekts war: „Wodurch stößt das GBG besonders viel CO2 aus?“

Den Schüler*innen wurde in diesem Projekt grundlegendes Wissen zum Thema Klimaschutz in den Bereichen Ernährung, Papier, Mobilität und Bäume vermittelt. Dabei stand insbesondere der Umgang mit klimarelevanten Daten im Fokus.

Kurz zusammengefasst konnten die Lernenden mithilfe der eigens ermittelten Datensätze offenlegen, dass insbesondere die Flugreisen am GBG (Studien- & Sprachreisen) ein vergleichsweise hohes Einsparpotenzial an CO2 offenbaren.

Die genauen Ergebnisse der Datenanalyse der Schüler*innen können unter dem folgenden Link eingesehen werden:

https://klimadatenschule.de/klimaschutzaktionen

Zusätzlich wurden die Erkenntnisse der Schüler*innen auf Postern anschaulich zusammengefasst, welche aktuell die Flure unseres neuen Naturwissenschaftstrakts schmücken:

Krönenden Abschluss des erfolgreichen Projekts stellte die Überreichung des „KlimaDatenSchule-Zertifikats“ an die Schüler*innen dar:

Klimadatenschule 2023 Teilnahmezertifikat

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Exkursion zum Edelmetallhändler

Wird die Inflation noch weiter steigen? Oder geht sie bereits spürbar zurück? Ist das vielleicht nur die erste von mehreren Wellen? Diese Fragen sind alles andere als leicht zu beantworten und sie gehen über den (oftmals engen) schulischen Kontext hinaus. Umso drängender aber sind die sich anschließenden Konsequenzen für die Bürger. Welche Folgen hat die Inflation für die Gesellschaft und das ersparte Vermögen? Was können wir jetzt tun?

Auf einer Exkursion in ein Kölner Goldhandelsgeschäft konnten Schülerinnen und Schüler des Grundkurses Sozialwissenschaften (Q2) mit zwei Expertinnen Antworten auf diese Fragen diskutieren. Zuvor hatten sie sich im Unterricht in Arbeitsgruppen sowohl mit Präsentationen und Referaten vorbereitet als auch anhand historischer Inflationsphasen – insbesondere des Inflationsjahrzehnts der 1970er-Jahre nach dem Ende des Bretton-Woods-Systems – Parallelen und Unterschiede zur derzeitigen Teuerung herausgearbeitet. Im Rahmen der jeweiligen Auswirkungen der Geld- und Finanzpolitik auf die Vermögens- und Güterpreisinflation haben sie sich einschlägige Fachbegriffe wie Preis-Lohn-Preis-Spirale, Everything Bubble, Shrinkflation etc. erarbeitet und abschließend die Handlungsmöglichkeiten der Bürger am Beispiel der aktuellen Hyperinflation in der Türkei diskutiert.

So ging es – ausgerüstet mit dem nötigen Theoriewissen – ins Kölner Bankenviertel zu einer Filiale von Degussa Goldhandel, einem der größten Edelmetallhändler Deutschlands. Dort hatte man, u.a. aufgrund der Bankenkrise in den USA und der Rekordinflation in Deutschland, alle Hände voll zu tun. Dies aber hinderte die Chefin der Edelmetallberatung und eine Goldschmiedin nicht daran, sich ausgiebig Zeit für die vielen (sehr) detaillierten Fragen der GBG-Schüler(innen) zu nehmen. So erklärten sie die verschiedenen Aspekte ihres Geschäfts:

Produkt: Gold (und andere Edelmetalle)
  • Gold hat eine lange Tradition: Es wird bereits seit mehreren tausend Jahren in unterschiedlichen Kulturen als Wertaufbewahrungs- und Tauschmittel genutzt.
  • Gold ist ein „ewiges“ Metall: Es oxidiert nicht, d.h., es kann beliebig wieder eingeschmolzen und neu verarbeitet werden.
  • Gold ist ein äußerst seltenes und knappes Gut: Alles bislang abgebaute bzw. an die Erdoberfläche gebrachte Gold ließe sich in einen Würfel mit einer Kantenlänge von lediglich ca. 21 Metern gießen, der sogar unter das Brandenburger Tor passen würde.
Geschäft als Edelmetallhändler
  • Man selbst ist keine Bank, sondern ein (Gold-)Händler. Banken sind – aufgrund der hohen Kapitalbindung – zumeist nicht groß im Edelmetallgeschäft engagiert.
  • Eine Feinunze Gold ist ca. 31,1 Gramm schwer und kostet aktuell etwa 1.800 EUR. Die Umsätze bzw. Gewinne entstehen aus der Handelsmarge von An- und Verkauf. Da sich der (Weltmarkt-)Preis fortlaufend ändert, müssen größere Ankaufsmengen von Gold sofort „gehedged“ bzw. abgesichert werden.
  • Derzeit kommen zugleich sowohl viele Verkäufer als auch viele Käufer in die Filiale: erstere lösen ihr(en) (Gold-)Schmuck als „Notgroschen“ ein, zweitere betrachten Gold als Inflationsschutz.

Für die Schülerinnen und Schüler hat die Exkursion zum Ende ihrer Schulkarriere jedenfalls nicht nur zu ihrer ökonomischen Bildung beigetragen, sondern sie verlangte – wie auch oftmals im späteren Berufsleben – eine fächerverbindende Perspektive von ihnen, z.B. bei den ausführlich demonstrierten Maßnahmen gegen Goldfälschungen: Hier wird bei dem Metallstück zunächst das Verhältnis von Volumen zu Gewicht untersucht und mit der bekannten Dichte von Gold abgeglichen. Bei Zweifeln wird dann eine Probe zur chemischen Überprüfung der Edelmetallgehalte genommen.

Eindrucksvoll war für Schüler(innen) wie Lehrer auch das hohe Gewicht des umher gehenden Silberbarrens, dem – aufgrund der hohen Dichte – seine 14 kg überhaupt nicht anzusehen waren, sodass er – trotz eindringlicher Warnungen – gleich mehreren Beteiligten glücklicherweise nicht dennoch auf den Boden gefallen ist.

Am Ende war es eine gelungene Abschlussveranstaltung des Kurses! Die Abiturientinnen und Abiturienten durften sogar einige Barren mit nach Hause nehmen – wenn schon nicht aus Gold, so doch immerhin als goldfarbene Gummibärchen.

Dieter Brüggershemke

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3. Platz für die 7a beim Wettbewerb „Dissen – Nicht mit mir“

Die Klasse 7a hat bei dem Wettbewerb „Dissen – Nicht mit mir“, der von der Stadt Köln gemeinsam mit der Caritas ausgerufen wurde, den 3. Platz belegt.

Die Schülerinnen und Schüler hatten im Rahmen des Musikunterrichts HipHop-Songs produziert, in denen sie sich kritisch mit Themen wie Diskrimierungen, Rassismus und Sexismus auseinandersetzen – und damit die Jury überzeugt. Im Rahmen der Preisverleihung, die am GBG stattfand, sang der „junge Chor“ der Schule noch zusammen mit Kasalla deren Hit „Mer sin eins“.

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Jazz macht Ah! – Exkursion der 6b zum WDR

Am 25. Mai machten wir, die Bläserklasse 6b, einen eintägigen Ausflug zu „Jazz macht Ah!“ ins WDR-Funkhaus am Wallrafplatz. Die Moderatoren Ralph Caspers und Clarissa Correa da Silva von „Wissen macht Ah!“ traten in einem Musik-Quiz gegeneinander an und beantworteten Fragen rund um das Thema Jazz. Die WDR Big Band spielte dazu Stücke in unterschiedlichen Jazz-Stilen. So erfuhren wir z.B., wie sich der Jazz entwickelte, was Bluenotes sind oder welcher Jazz-Stil sich in New Orleans entwickelte. Der Leiter der WDR Big Band, Torsten Maaß, erklärte dabei auch die Klangweise verschiedener Instrumente und heizte den Wettbewerb zwischen Ralph und Clarissa so richtig an. Mit Hilfe von uns als Publikum (und noch weiteren Kölner Schulen) gewannen – wie sollte es auch anders sein – beide das Musik-Quiz.

Nach der Veranstaltung im Funkhaus picknickten wir bei schönstem Wetter auf den Rheinterrassen und genossen den Blick auf „unseren“ Dom, den wir dann auch noch besichtigten. Wir aßen abschließend noch ein Eis und machten uns mit der S-Bahn auf den Weg zurück zur Schule.

6b/ HEN/ KNO/ MUE

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Seid nicht gleichgültig, denn Gleichgültigkeit tötet!

Diskriminierung und Gleichgültigkeit – das sind zwei Begriffe, die unsere heutige Gesellschaft prägen, die unser Denken und Handeln beeinflussen können, die tödlich sind.

Eine Zeit, aus der wir viel lernen können, in der nicht bloß Diskriminierung sondern Hass und Willkür dominierten, ist die Zeit des Zweiten Weltkrieges. Die Verbrechen der Nationalsozialisten, die Massenmorde und das Leid unzähliger Menschen darf nicht in Vergessenheit geraten und – was noch wichtiger ist – sich niemals wiederholen.

Ein Ort, an dem die Geschichte nahezu greifbar wird, der auch noch nach dem Ableben seiner Insassen ihre Geschichten erzählt, ist das ehemalige Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. In nicht einmal fünf Jahren wurden hier knapp 1,5 Millionen Menschen grausam und willkürlich ermordet. Heute ist der Ort still, dient als Gedenkstätte und erinnert an die unvorstellbaren Auswirkungen des nationalsozialistischen Rassenwahns.

Schülerinnen und Schüler aus den Stufen 10 und 11 erhalten am Georg-Büchner-Gymnasium in Köln die Möglichkeit, im Rahmen einer Studienfahrt dieses Konzentrationslager zu besichtigen und so der Geschichte näher zu kommen.

Auch dieses Jahr fand zum wiederholten Mal eine solche Fahrt statt, in deren Rahmen 23 Schülerinnen und Schüler mit zwei Lehrern und einer Lehrerin nach Krakau flogen. An zwei Tagen waren Besuche der Konzentrationslager Auschwitz I und II vorgesehen, auf die wir im Voraus während einer Vorbesprechung vorbereitet wurden. Die beiden Lager besichtigten wir gemeinsam mit einer Gruppenleiterin, die uns durch die Lager führte.

Morgens um 7.00 Uhr stand pünktlich ein Bus vor der Tür unseres Hotels, der uns nach Oswiecim fahren sollte. Auf der Hinfahrt wurde sich unterhalten, Musik gehört oder geschlafen, jeder von uns hatte unterschiedliche Erwartungen an den Ort. Doch je näher wir dem Ort kamen, desto stiller wurde es und spätestens, als unsere Führung im Stammlager Auschwitz I begann, sprach keiner mehr.

Um in das Lager zu gelangen, gingen wir durch das berüchtigte Tor mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“. In nahezu allen Baracken gab es Andenken an die Häftlinge, es hingen Fotos an den Wänden, es gab Listen mit Namen, Räume, die mit Bergen von Haaren, Schuhen, Prothesen und anderem Hab und Gut, das den Häftlingen bei ihrer Ankunft genommen wurde, gefüllt waren. Die Dimensionen dieses Genozids wurden einem erst vor Ort wirklich bewusst, obwohl all die Gegenstände und Fotos längst nicht alle Häftlinge repräsentieren konnten. Auf dem Weg durch das Lager erzählte uns unsere Gruppenleiterin viel über das Schicksal einzelner Inhaftierter, wodurch man den Bezug von den jetzt leerstehenden Baracken zu damals herstellen konnte. Wir verfolgten den Weg eines kleinen Mädchens, das einem anderen sein Spielzeug weggenommen hatte, dafür tagelang in einer kleinen Stehzelle mit anderen Häftlingen verbringen musste und schlussendlich auf einem kleinen Hof vor den Augen der anderen erschossen wurde. Zuletzt betraten wir gemeinsam eine Gaskammer, von dort aus gingen wir dann in das Krematorium des Stammlagers. Beide Räume waren noch in ihrem originalen Zustand, an diesen Orten wurden mit genau denselben Instrumenten vor ungefähr 80 Jahren Menschen grausam ermordet. Diese Orte vor sich zu sehen, in ihnen zu stehen und sie auf sich wirken zu lassen war sehr bedrückend.

Am Tag darauf besuchten wir das Vernichtungslager Auschwitz II in Birkenau. Es ist viel größer und weitläufiger als das Stammlager und statt durch ein Tor liefen wir auf Schienen zu der Rampe, auf der auch die Inhaftierten damals ankamen und selektiert wurden. Dort nahm uns unsere Gruppenleiterin in Empfang. Auschwitz-Birkenau steht auf einem großen Feld und besteht aus lauter kleinen Baracken, die man gar nicht alle auf einmal überblicken konnte. Unsere Gruppenleiterin führte uns in eine Baracke, in der lauter Stockbetten dicht aneinandergereiht standen. Dass diese Baracke für ungefähr 1000 bis 1300 Menschen vorgesehen war, verschlug uns die Sprache. Es war klein und eng, dennoch waren hier so viele Menschen eingesperrt, wie es an unserem Gymnasium Schülerinnen und Schüler gibt. Auch das verdeutlichte das Ausmaß dieses Massenmordes, dieses riesige Lager, in dem die Menschen trotzdem so eng zusammengepfercht leben mussten.

An einigen Stellen in dem Lager standen Aufsteller mit Fotos, die Momente von damals aufgefangen hatten. Das war ein Moment, in dem einem bewusst wurde, wo man sich gerade befand. In dem einem bewusst wurde, dass auf jedem Quadratmeter, über den man gelaufen war und noch laufen würde, gemordet und gefoltert wurde. Dass genau an diesem Ort vor gar nicht so langer Zeit so viele Menschen so viel Leid erfahren mussten. Wir machten Halt an Teichen, die mit der Asche der verbrannten Menschen gefüllt waren, an grünbewachsenen Gräben, in denen viele verletzte und tote Menschen lagen, das Sonnenlicht schien durch großgewachsene, schöne Bäume, die als Stumme Zeugen schon vor 80 Jahren dort standen. Würde man die Geschichten hinter diesen Plätzen nicht wissen, würden sie einen beinahe idyllischen Eindruck auf einen machen. Doch all diese Plätze erzählen eine grausame Geschichte.

Unsere Führung in Auschwitz-Birkenau endete mit der Besichtigung der Kinderbaracken, neben dem ehemaligen Untersuchungsraum des Lagerarztes Joseph Mengele. In der Kinderbaracke standen ebenfalls Holzpritschen eng beieinander, an den Wänden haben sich die Kinder mit Worten und kleinen Zeichnungen verewigt.

„Seid nicht gleichgültig, denn Gleichgültigkeit tötet.“, damit beendete unsere Leiterin die Führung.

Denn Auschwitz ist ein Ort, der einen bedrückt. Es ist aber auch ein Ort, aus dem man viel lernen und mitnehmen kann und mit dem man sich auseinandersetzen sollte. Die Gedenkstätte erinnert daran, wie wichtig politische Partizipation ist, wie gefährlich es ist, bei Diskriminierung wegzuschauen, wie gefährlich es ist, gleichgültig zu handeln. Gleichgültigkeit dominiert noch heute unsere Gesellschaft. Gleichgültigkeit kann andere das Leben kosten, das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz ist dafür ein Beispiel. Leider verstummen immer mehr Stimmen der Zeitzeugen, deshalb liegt es jetzt in unserer Verantwortung, die Geschichten zu erzählen und niemals zu vergessen.

„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“
George Santayana

Miriam Slowy & Elea Kaufmann

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