Lernen

GEP und PCR im Bio-LK: Ein spannender Experimentiertag

Heute berichte ich von einem außergewöhnlichen Experimenttag, der kürzlich am Georg-Büchner-Gymnasium (GBG) in Köln im Rahmen des Biologie-Leistungskurses unter der fachkundigen Leitung von Herrn Förster stattfand.

Die Schülerinnen und Schüler begaben sich an diesem Tag auf eine spannende forensische Reise, um einen simulierten Mordfall mithilfe von Gelelektrophorese und Polymerase-Kettenreaktion (PCR) zu lösen und im Anschluss einen Vaterschaftstest durchzuführen.

Die Gelelektrophorese (GE) ist eine etablierte Methode in der Molekularbiologie, die es ermöglicht, DNA-Fragmente anhand ihrer Größe zu separieren. In diesem Fall wurde sie genutzt, um DNA-Proben von potenziellen Tatverdächtigen zu analysieren. Die Schülergruppen luden ihre Proben in speziell präparierte Gelplatten und bewegten sie mithilfe eines elektrischen Feldes durch das Gel. Die leicht negativ geladenen DNA-Fragmente wanderten je nach Größe unterschiedlich schnell zum Pluspol, was eine Sortierung und Charakterisierung der genetischen Informationen anhand eines Bandenmusters ermöglichte.

Die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) ist eine weitere Schlüsseltechnologie in der Molekularbiologie. Sie erlaubt die exponentielle Vervielfältigung von DNA-Sequenzen und wurde hier eingesetzt, um die Menge des verfügbaren DNA-Materials zu erhöhen. Dies ist besonders relevant, wenn nur begrenzte Spuren am Tatort vorhanden sind, wie es in der realen forensischen Arbeit oft der Fall ist.

Herr Förster bereitete zunächst die Proben vor und beschriftete sie. Dann führten die Schülerinnen und Schüler die notwendigen Schritte zur Vervielfältigung der DNA mithilfe der PCR durch, was etwa zwei Stunden in Anspruch nahm. In dieser Zeit bereiteten sie auch das Gel für die Gelelektrophorese vor. Anschließend luden sie die Proben der Tatverdächtigen in das Gel und nach nur 20 Minuten konnten sie bereits charakteristische Merkmale zwischen den Proben feststellen und den simulierten Mordfall lösen.

Nach dieser erfolgreichen Aufklärung begann der zweite Teil des Experiments: der Vaterschaftstest. Die Schülerinnen und Schüler setzten erneut ihre Kenntnisse in der PCR ein, um ausreichend DNA-Material für die Gelelektrophorese zu gewinnen. Auch dieser Vorgang dauerte etwa zwei Stunden, und am Ende standen erstaunliche fünf Milliarden Kopien des genetischen Materials zur Verfügung. Die Proben wurden erneut in das Gel geladen, und die Schülerinnen und Schüler warteten gespannt auf die Ergebnisse, so haben sie einen Vaterschaftstest durchgeführt und die Verwandtschaft prüfen können. Ergebnis war: Es war der Vater.

Dieser Experimenttag war eine einzigartige Erfahrung für die Schülerinnen und Schüler, bei der sie nicht nur die theoretischen Grundlagen der Gentechnik erlernten, sondern sie auch praktisch an einem realistischen Fall anwenden konnten – mit Technologien, die auch in der forensischen Kriminalistik Anwendung finden.

Das Georg-Büchner-Gymnasium ist stolz darauf, dass es durch die Neuausstattung der Naturwissenschaften seinen Schülerinnen und Schülern solche einmaligen Lernerlebnisse bieten kann, und wir hoffen, dass auch in Zukunft viele weitere Mitschülerinnen und Mitschüler die Gelegenheit haben werden, an solchen spannenden Experimenten teilzunehmen.

Luka Dragicevic, Schüler des Bio-LK von Herr Förster

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Sprintcup-Finale 2023

Von unseren zehn Schüler*innen der 6. bis 10. Klassen, die sich als schnellste Schüler*innen ihres Jahrgangs in unserer Schule qualifiziert haben, haben es nach den Vorläufen am Tag des Sprintcup-Finales fünf Schüler*innen in das Finale geschafft.

Gratulieren können wir den Schüler*innen unserer Schule, die folgende Platzierung in ihren jeweiligen Geburtenjahrgängen erreicht haben:
Marius (6c) 1. Platz
Chace (8a) 4. Platz
Merle (8c) 4. Platz
Pia (9e) 4. Platz
Piet (10d) 5. Platz

Wir hatten einen schönen, sonnigen Wettbewerbstag im Stadion des ASV.

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Der 1. FC Köln zu Besuch am GBG

Wen findest du besser – Messi oder Ronaldo? Spielst du FIFA? Mit welchem Spieler der Profis verstehst du dich am besten? Wie viele Einsätze hattest du schon in der (Jugend-)Nationalmannschaft?

Diese und viele weitere Fragen stellten unsere Schülerinnen und Schüler Justin Diehl. Der junge Fußballprofi vom 1. FC Köln nahm sich ausführlich Zeit, um Themen wie z.B. Profialltag, Bundesligadebüt, Trainingsabläufe und -steuerung im Rahmen der Projekttage zu diskutieren.

Schnell hatte Justin mit seiner positiven, sympathischen und bodenständigen Art Zuhörer und Fans für sich eingenommen. Er gab unseren Schülern einen detaillierten Einblick in die hochprofessionellen Trainings- und Spielabläufe: es werden Höchstleistungen verlangt, die mit modernsten technischen Mitteln abgestimmt werden.

Abschließend sorgte er noch für glückliche Schüleraugen, als er auf dem Schulhof prompt erkannt wurde und Autogramme geben „musste“ – was er auch sofort, bereitwillig, gerne und ausgiebig tat.

Vielen Dank für deinen Besuch, Justin – wir drücken die Daumen und wünschen dir weiter ganz viel Erfolg beim Effzeh und DFB!

…die Schülerinnen und Schüler vom Projekt Outdoorsport

und Dieter Brüggershemke & Melanie Porger

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Exkursion zum Edelmetallhändler

Wird die Inflation noch weiter steigen? Oder geht sie bereits spürbar zurück? Ist das vielleicht nur die erste von mehreren Wellen? Diese Fragen sind alles andere als leicht zu beantworten und sie gehen über den (oftmals engen) schulischen Kontext hinaus. Umso drängender aber sind die sich anschließenden Konsequenzen für die Bürger. Welche Folgen hat die Inflation für die Gesellschaft und das ersparte Vermögen? Was können wir jetzt tun?

Auf einer Exkursion in ein Kölner Goldhandelsgeschäft konnten Schülerinnen und Schüler des Grundkurses Sozialwissenschaften (Q2) mit zwei Expertinnen Antworten auf diese Fragen diskutieren. Zuvor hatten sie sich im Unterricht in Arbeitsgruppen sowohl mit Präsentationen und Referaten vorbereitet als auch anhand historischer Inflationsphasen – insbesondere des Inflationsjahrzehnts der 1970er-Jahre nach dem Ende des Bretton-Woods-Systems – Parallelen und Unterschiede zur derzeitigen Teuerung herausgearbeitet. Im Rahmen der jeweiligen Auswirkungen der Geld- und Finanzpolitik auf die Vermögens- und Güterpreisinflation haben sie sich einschlägige Fachbegriffe wie Preis-Lohn-Preis-Spirale, Everything Bubble, Shrinkflation etc. erarbeitet und abschließend die Handlungsmöglichkeiten der Bürger am Beispiel der aktuellen Hyperinflation in der Türkei diskutiert.

So ging es – ausgerüstet mit dem nötigen Theoriewissen – ins Kölner Bankenviertel zu einer Filiale von Degussa Goldhandel, einem der größten Edelmetallhändler Deutschlands. Dort hatte man, u.a. aufgrund der Bankenkrise in den USA und der Rekordinflation in Deutschland, alle Hände voll zu tun. Dies aber hinderte die Chefin der Edelmetallberatung und eine Goldschmiedin nicht daran, sich ausgiebig Zeit für die vielen (sehr) detaillierten Fragen der GBG-Schüler(innen) zu nehmen. So erklärten sie die verschiedenen Aspekte ihres Geschäfts:

Produkt: Gold (und andere Edelmetalle)
  • Gold hat eine lange Tradition: Es wird bereits seit mehreren tausend Jahren in unterschiedlichen Kulturen als Wertaufbewahrungs- und Tauschmittel genutzt.
  • Gold ist ein „ewiges“ Metall: Es oxidiert nicht, d.h., es kann beliebig wieder eingeschmolzen und neu verarbeitet werden.
  • Gold ist ein äußerst seltenes und knappes Gut: Alles bislang abgebaute bzw. an die Erdoberfläche gebrachte Gold ließe sich in einen Würfel mit einer Kantenlänge von lediglich ca. 21 Metern gießen, der sogar unter das Brandenburger Tor passen würde.
Geschäft als Edelmetallhändler
  • Man selbst ist keine Bank, sondern ein (Gold-)Händler. Banken sind – aufgrund der hohen Kapitalbindung – zumeist nicht groß im Edelmetallgeschäft engagiert.
  • Eine Feinunze Gold ist ca. 31,1 Gramm schwer und kostet aktuell etwa 1.800 EUR. Die Umsätze bzw. Gewinne entstehen aus der Handelsmarge von An- und Verkauf. Da sich der (Weltmarkt-)Preis fortlaufend ändert, müssen größere Ankaufsmengen von Gold sofort „gehedged“ bzw. abgesichert werden.
  • Derzeit kommen zugleich sowohl viele Verkäufer als auch viele Käufer in die Filiale: erstere lösen ihr(en) (Gold-)Schmuck als „Notgroschen“ ein, zweitere betrachten Gold als Inflationsschutz.

Für die Schülerinnen und Schüler hat die Exkursion zum Ende ihrer Schulkarriere jedenfalls nicht nur zu ihrer ökonomischen Bildung beigetragen, sondern sie verlangte – wie auch oftmals im späteren Berufsleben – eine fächerverbindende Perspektive von ihnen, z.B. bei den ausführlich demonstrierten Maßnahmen gegen Goldfälschungen: Hier wird bei dem Metallstück zunächst das Verhältnis von Volumen zu Gewicht untersucht und mit der bekannten Dichte von Gold abgeglichen. Bei Zweifeln wird dann eine Probe zur chemischen Überprüfung der Edelmetallgehalte genommen.

Eindrucksvoll war für Schüler(innen) wie Lehrer auch das hohe Gewicht des umher gehenden Silberbarrens, dem – aufgrund der hohen Dichte – seine 14 kg überhaupt nicht anzusehen waren, sodass er – trotz eindringlicher Warnungen – gleich mehreren Beteiligten glücklicherweise nicht dennoch auf den Boden gefallen ist.

Am Ende war es eine gelungene Abschlussveranstaltung des Kurses! Die Abiturientinnen und Abiturienten durften sogar einige Barren mit nach Hause nehmen – wenn schon nicht aus Gold, so doch immerhin als goldfarbene Gummibärchen.

Dieter Brüggershemke

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Jazz macht Ah! – Exkursion der 6b zum WDR

Am 25. Mai machten wir, die Bläserklasse 6b, einen eintägigen Ausflug zu „Jazz macht Ah!“ ins WDR-Funkhaus am Wallrafplatz. Die Moderatoren Ralph Caspers und Clarissa Correa da Silva von „Wissen macht Ah!“ traten in einem Musik-Quiz gegeneinander an und beantworteten Fragen rund um das Thema Jazz. Die WDR Big Band spielte dazu Stücke in unterschiedlichen Jazz-Stilen. So erfuhren wir z.B., wie sich der Jazz entwickelte, was Bluenotes sind oder welcher Jazz-Stil sich in New Orleans entwickelte. Der Leiter der WDR Big Band, Torsten Maaß, erklärte dabei auch die Klangweise verschiedener Instrumente und heizte den Wettbewerb zwischen Ralph und Clarissa so richtig an. Mit Hilfe von uns als Publikum (und noch weiteren Kölner Schulen) gewannen – wie sollte es auch anders sein – beide das Musik-Quiz.

Nach der Veranstaltung im Funkhaus picknickten wir bei schönstem Wetter auf den Rheinterrassen und genossen den Blick auf „unseren“ Dom, den wir dann auch noch besichtigten. Wir aßen abschließend noch ein Eis und machten uns mit der S-Bahn auf den Weg zurück zur Schule.

6b/ HEN/ KNO/ MUE

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Seid nicht gleichgültig, denn Gleichgültigkeit tötet!

Diskriminierung und Gleichgültigkeit – das sind zwei Begriffe, die unsere heutige Gesellschaft prägen, die unser Denken und Handeln beeinflussen können, die tödlich sind.

Eine Zeit, aus der wir viel lernen können, in der nicht bloß Diskriminierung sondern Hass und Willkür dominierten, ist die Zeit des Zweiten Weltkrieges. Die Verbrechen der Nationalsozialisten, die Massenmorde und das Leid unzähliger Menschen darf nicht in Vergessenheit geraten und – was noch wichtiger ist – sich niemals wiederholen.

Ein Ort, an dem die Geschichte nahezu greifbar wird, der auch noch nach dem Ableben seiner Insassen ihre Geschichten erzählt, ist das ehemalige Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. In nicht einmal fünf Jahren wurden hier knapp 1,5 Millionen Menschen grausam und willkürlich ermordet. Heute ist der Ort still, dient als Gedenkstätte und erinnert an die unvorstellbaren Auswirkungen des nationalsozialistischen Rassenwahns.

Schülerinnen und Schüler aus den Stufen 10 und 11 erhalten am Georg-Büchner-Gymnasium in Köln die Möglichkeit, im Rahmen einer Studienfahrt dieses Konzentrationslager zu besichtigen und so der Geschichte näher zu kommen.

Auch dieses Jahr fand zum wiederholten Mal eine solche Fahrt statt, in deren Rahmen 23 Schülerinnen und Schüler mit zwei Lehrern und einer Lehrerin nach Krakau flogen. An zwei Tagen waren Besuche der Konzentrationslager Auschwitz I und II vorgesehen, auf die wir im Voraus während einer Vorbesprechung vorbereitet wurden. Die beiden Lager besichtigten wir gemeinsam mit einer Gruppenleiterin, die uns durch die Lager führte.

Morgens um 7.00 Uhr stand pünktlich ein Bus vor der Tür unseres Hotels, der uns nach Oswiecim fahren sollte. Auf der Hinfahrt wurde sich unterhalten, Musik gehört oder geschlafen, jeder von uns hatte unterschiedliche Erwartungen an den Ort. Doch je näher wir dem Ort kamen, desto stiller wurde es und spätestens, als unsere Führung im Stammlager Auschwitz I begann, sprach keiner mehr.

Um in das Lager zu gelangen, gingen wir durch das berüchtigte Tor mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“. In nahezu allen Baracken gab es Andenken an die Häftlinge, es hingen Fotos an den Wänden, es gab Listen mit Namen, Räume, die mit Bergen von Haaren, Schuhen, Prothesen und anderem Hab und Gut, das den Häftlingen bei ihrer Ankunft genommen wurde, gefüllt waren. Die Dimensionen dieses Genozids wurden einem erst vor Ort wirklich bewusst, obwohl all die Gegenstände und Fotos längst nicht alle Häftlinge repräsentieren konnten. Auf dem Weg durch das Lager erzählte uns unsere Gruppenleiterin viel über das Schicksal einzelner Inhaftierter, wodurch man den Bezug von den jetzt leerstehenden Baracken zu damals herstellen konnte. Wir verfolgten den Weg eines kleinen Mädchens, das einem anderen sein Spielzeug weggenommen hatte, dafür tagelang in einer kleinen Stehzelle mit anderen Häftlingen verbringen musste und schlussendlich auf einem kleinen Hof vor den Augen der anderen erschossen wurde. Zuletzt betraten wir gemeinsam eine Gaskammer, von dort aus gingen wir dann in das Krematorium des Stammlagers. Beide Räume waren noch in ihrem originalen Zustand, an diesen Orten wurden mit genau denselben Instrumenten vor ungefähr 80 Jahren Menschen grausam ermordet. Diese Orte vor sich zu sehen, in ihnen zu stehen und sie auf sich wirken zu lassen war sehr bedrückend.

Am Tag darauf besuchten wir das Vernichtungslager Auschwitz II in Birkenau. Es ist viel größer und weitläufiger als das Stammlager und statt durch ein Tor liefen wir auf Schienen zu der Rampe, auf der auch die Inhaftierten damals ankamen und selektiert wurden. Dort nahm uns unsere Gruppenleiterin in Empfang. Auschwitz-Birkenau steht auf einem großen Feld und besteht aus lauter kleinen Baracken, die man gar nicht alle auf einmal überblicken konnte. Unsere Gruppenleiterin führte uns in eine Baracke, in der lauter Stockbetten dicht aneinandergereiht standen. Dass diese Baracke für ungefähr 1000 bis 1300 Menschen vorgesehen war, verschlug uns die Sprache. Es war klein und eng, dennoch waren hier so viele Menschen eingesperrt, wie es an unserem Gymnasium Schülerinnen und Schüler gibt. Auch das verdeutlichte das Ausmaß dieses Massenmordes, dieses riesige Lager, in dem die Menschen trotzdem so eng zusammengepfercht leben mussten.

An einigen Stellen in dem Lager standen Aufsteller mit Fotos, die Momente von damals aufgefangen hatten. Das war ein Moment, in dem einem bewusst wurde, wo man sich gerade befand. In dem einem bewusst wurde, dass auf jedem Quadratmeter, über den man gelaufen war und noch laufen würde, gemordet und gefoltert wurde. Dass genau an diesem Ort vor gar nicht so langer Zeit so viele Menschen so viel Leid erfahren mussten. Wir machten Halt an Teichen, die mit der Asche der verbrannten Menschen gefüllt waren, an grünbewachsenen Gräben, in denen viele verletzte und tote Menschen lagen, das Sonnenlicht schien durch großgewachsene, schöne Bäume, die als Stumme Zeugen schon vor 80 Jahren dort standen. Würde man die Geschichten hinter diesen Plätzen nicht wissen, würden sie einen beinahe idyllischen Eindruck auf einen machen. Doch all diese Plätze erzählen eine grausame Geschichte.

Unsere Führung in Auschwitz-Birkenau endete mit der Besichtigung der Kinderbaracken, neben dem ehemaligen Untersuchungsraum des Lagerarztes Joseph Mengele. In der Kinderbaracke standen ebenfalls Holzpritschen eng beieinander, an den Wänden haben sich die Kinder mit Worten und kleinen Zeichnungen verewigt.

„Seid nicht gleichgültig, denn Gleichgültigkeit tötet.“, damit beendete unsere Leiterin die Führung.

Denn Auschwitz ist ein Ort, der einen bedrückt. Es ist aber auch ein Ort, aus dem man viel lernen und mitnehmen kann und mit dem man sich auseinandersetzen sollte. Die Gedenkstätte erinnert daran, wie wichtig politische Partizipation ist, wie gefährlich es ist, bei Diskriminierung wegzuschauen, wie gefährlich es ist, gleichgültig zu handeln. Gleichgültigkeit dominiert noch heute unsere Gesellschaft. Gleichgültigkeit kann andere das Leben kosten, das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz ist dafür ein Beispiel. Leider verstummen immer mehr Stimmen der Zeitzeugen, deshalb liegt es jetzt in unserer Verantwortung, die Geschichten zu erzählen und niemals zu vergessen.

„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“
George Santayana

Miriam Slowy & Elea Kaufmann

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US-Generalkonsulin Pauline A. Kao besucht das Georg-Büchner-Gymnasium

Spannende Diskussion mit Oberstufenschüler:innen anlässlich desAsian American, Native Hawaiian, and Pacific Islander Heritage Month

Am Mittwoch, den 24. Mai 2023 war US-Generalkonsulin Pauline Kao am Georg-Büchner-Gymnasium, um mit Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 10 (EF) und 11 (Q1) zu diskutieren. Anlass des Besuchs war der Asian American, Native Hawaiian, and Pacific Islander Heritage Month, der jedes Jahr im Mai kulturelle Beiträge und Einflüsse asiatisch- und pazifikstämmiger US Amerikanerinnenund Amerikaner würdigt. Ähnlich dem hierzulande bekannteren Black History Month geht es dabei stets auch um übergeordnete Fragen von Vielfalt im Sinne eines modernen Diversity-Ansatzes.

Nach einer Begrüßung durch Schulleiter Ulf Ußner und dessen Stellvertreter Michael Kowalski hielt Pauline Kao zunächst einen spannenden Kurzvortrag, in dem sie ihre eigene Lebensgeschichte mit der großen Welt der Diplomatie und Politik verband. Die gebürtige Taiwanerin wanderte im Alter von zwölf Jahren mit ihren Eltern in die USA aus – damals, ohne ein einziges Wort Englisch zu sprechen. „Language is power“, habe sie dann recht schnell gemerkt: gleich auf dem Flug in die neue Heimat, um eine Cola zu bestellen; und viele Jahre später, um eine der wichtigsten Diplomatinnen ihres Landes zu werden – mittlerweile dann fließend in Mandarin, Englisch… und Deutsch (dank mehrfacher längerer Aufenthalte in Tübingen, Berlin und aktuell Düsseldorf)! Diversität sah und sieht sie dabei als „Superpower“ der USA: im großen Ganzen wie auch ganz persönlich.

Diese persönliche Botschaft kam an bei den Schülerinnen und Schülern, die zahlreiche interessierte, teils respektvoll-kritische Fragen stellten, die sie vorab in eigener Recherche vorbereitet hatten. Pauline Kao beantwortete sie alle auf sehr zugewandte und zugängliche Weise – ganz Diplomatin, aber eben auch Bürgerin und Mutter zweier Kinder, wie sie mehrfach erwähnte. Und so verschwieg sie auch nicht, dass das Leben als Diplomatin aufregend und erfüllend, aber auch herausfordernd sei: gerade für Menschen mit Familie.

Zum Ende gab es begeisterten Applaus aus der gut gefüllten Aula, ein Selfie mit Schülerinnen und Schülern und einen Schulrundgang mit unserem Schulleiter, in dem er Pauline Kao u. a. die LGBTQIA+ – Sektion unserer Schulbibliothek zeigte. So wurde der Besuch zum beidseitigen Austausch über Vielfalt, die am Georg Büchner Gymnasium tagtäglich gelebt wird.

Wir danken Pauline Kao und allen Beteiligten für diesen besonderen Besuch!

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